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Familiengeschichte

Familiengeschichte der Familien Kaack, Janssen, Carstensen, Müller, Wachsmuth

Die vollständige Familiengeschichte umfasst in Buchform 520 Seiten, deren Inhalt hier nur in Auszügen wiedergegeben werden kann. Einige aus meiner Sicht besonders interessante Aspekte habe ich für diese Seiten zusammengestellt, ergänzt und neu aufbereitet.

Im zweiten Unterkapitel "Ur-Sylter Linien und die Familie Wachsmuth" beschreibe ich meine bis zum Beginn der Kirchenbuchschreibung zurückreichenden frühen Sylter Vorfahren. Dieses Kapitel reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die Geschichte der im 16.Jahrhundert erstmals in Göttingen erwähnten Vorfahren der Familie Wachsmuth ist bemerkenswert. Nach mehreren Generationen als Hutmacher hat sich Johann Andreas Wachsmuth nach dem Erlernen dieses Handwerks 1737 entschieden als Kürassier im Oldenburgischen Regiment zu dienen und ist mit diesem nach Hadersleben gezogen, wo seine Kinder geboren wurden. Später ist er mit seiner Familie nach Söder-Sejerlev gezogen und hat dort einen Hof erworben. Seine Kinder lebten zunächst in der Armensiedlung "Fischerhäuser" bei Aventoft und über eine Zwischenstation von einer Generation in Hoyer sind um 1830 vier Brüder an verschiedene Orte auf Sylt gezogen. Einer der Nachkommen wurde Hotelier in Wenningstedt, einer Kapitän und ist nach mehreren Reisen um Südamerika in Oregon geblieben, einer anderer wird Landwirt, Schuster und Seefahrer. Der Umzug auf die Insel und die Verbindung mit Sylter Familien verändert die Lebensumstände in erheblichem Ausmaß. 

Eine ähnliche Geschichte findet sich unter den Vorfahren der "Familie Carstensen". Sie stammt nach frühesten Erwähnungen aus den kleinen Weilern Lyst, Gallehus und Tonhalle im Umfeld von Mögeltondern. Nach einigen Generationen ziehen meine Vorfahren an den Norddeich im nahegelegenen Rodenäs, ein anderer Verwandter zieht nach Frederica und siedelt 1886 mit seiner ganzen Familie nach Utah um, nachdem sie von Mormonen missioniert worden waren. Der nach Rodenäs gezogene Familienteil arbeitet als Schneider, Zimmermann und in der Landwirtschaft. 1880 zieht die Familie nach Westerland und verbindet sich durch Heirat der beiden jüngeren Carstensen-Brüder mit zwei Wachsmuth-Cousinen.

Die Geschichte der Familie Janssen ist abwechslungsreich und beginnt mit einer Familie von Fuhrleuten in Eckernförde, einer vorehelichen Geburt mit einer 15-jährigen Mutter über einen Finanzbeamten im Dienst der dänischen Krone, der nach dem Wechsel zu Preußen 1867 als Rentmeister und Leiter des Nebenzollamtes Sylt mit seiner Familie erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Westerland nimmt. Eine Tochter baut und betreibt mit dem bayerischen Baron Baur von Breitenfeld das damals größte Hotel auf der Insel, die Villa Baur-Breitenfeld. Ein Sohn gründet eine der ersten Privatbanken in Westerland und ein anderer Sohn kommt als Tierarzt auf die Insel, auf der er zusammen mit seinen Geschwistern seine Jugend verbracht hat. Die Kurzform der Geschichte findet sich auf der Unterseite "Rentmeister Lorenz Janssen".

Die ersten Erkenntnisse zur Familie Kaack zeigen Großbauern ("Hufner") in Mühbrook am Einfelder See. Im Zuge der Erbfolge kommt es zu Umzüge in benachbarte Regionen bis schliießlich der am 17.09.1807 in Nübbel bei Rendsburg geborene Claus Kaack sich erstmals in der bekannten Geschichte entscheidet die landwirtschftliche Schiene zu verlassen und sich autodidaktisch zum Lehrer ausbildet und dieses Amt 60 Jahre lang ausübt. Keiner seiner Söhne wird in der Landwirtschaft tätig. Der jüngste Sohn Johannes erlernt den Beruf des Buchbinders und eröffnet zunächst in Husum ein Geschäft. Nach dem Umzug nach Flensburg erweitert er sein Unternehmen um eine Druckerei und einen Verlag sowie um einen Groß- und Einzelhandel. In Flensburg koimmt es zu einem Kontakt mit der Familie Janssen und sein einziger überlebender Sohn Herrmann heiratet eine Tochter aus der Familie Janssen. Herrmann wird Tierarzt und lässt sich mit seiner Frau Mathilde Marie Janssen in Westerland nieder. Die Geschichte findet sich auf der Seite "Familie Kaack von Mühbrook bis Westerland".

Die Geschichte meiner Großmutter Anna Müller ist insgesamt sehr interessant und bewegend. Geboren wurde sie in Braunschweig, ihre Jugend hat sie in Hamburg verbracht und dort den Kapitän Charles Carstensen kennengelernt, mit dem sie nach Weserland gezogen ist. Ihre Vorfahren haben lange in Braunschweig, Bad Gandersheim, Einbuk und Gittelde gelebt hat. Unter den Vorfahren find sich zahlreiche Münsterprediger aus Ulm und Alsfeld, aber auch ein Pestarzt aus Augsburg. Eine Kurzdarstellung der Geschichte findet sich auf der Seite "Anna Müller aus Braunschweig und die Münsterprediger"

Nicht nur aus dem Kreis der Familien Carstensen und Wachsmuth wandern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Nordamerika aus (die meisten davon mit Milwaukee als erstem Ziel), auch Vorfahren aus Bad Gandersheim und aus Dithmarschen suchen den Erfolg in der neuen Heimat. Zu den Auswanderern gehören Nachkommen des Landschreibers Wasmer und des Hafners Hinrich Kaack. Die Seite "Auswanderer" stellt die bekannten Fakten zusammen.

Über die Grafen von Jülich und die Königshäuser der Karolinger und Merowinger besteht eine direkte Linie zu frühen norwegischen "Herrschern" in vergleichsweise kleinen norwegischen Teilreichen. Auf der Seite "norwegische Frühgeschichte" wird diese Facette von der Frühzeit bis zur ersten Vereinigung in einem gemeinsamen Reich betrachtet.

Jede Familienforschung hat ihre offenen Enden, an denen aus unterschiedlichen Gründen kein Weiterkommen mehr möglich ist. Manchmal ergibt sich durch einen Zufall ein Durchbruch, aber die Regel ist es nicht. Im Falle des Kürassiers Johann Andreas Wachsmuth gäbe es für mich jahrelang ein offenes Ende, da ich ihn erst in Hadersleben gefunden hatte. Eine Abfrage im Landesarchiv in Oldenburg hat einen Kaufvertrag von 1736 für ein Haus in Göttingen ergeben. Die weitere Forschung bis zum Beginn der Kirchenbuchschreibung war dann eine leichtere Übung. Meine verbleibenden "Offenen Ende" habe ich auf der gleichnamigen Unterseite zusammengestellt.

Die Familienforschung hat insgesamt über 1.600 direkte Vorfahren ergeben, von denen mir die meisten vor zehn Jahren noch unbekannt waren. Es lassen sich in einem Familienzweig 64 Generationen bis zur Zeit vor Christus Geburt zurückverfolgen, wobei schon für die Zeit vor 600 die Faktenlage recht "dünn" wird und manche Quellentexte erst Jahrhunderte später geschrieben wurden. Eine Überblick über den Stammbaum gibt die folgende Grafik. Die Auflösung reicht nicht aus, um einzelne Personen identifizieren zu können. Wer Informationen zu einzelnen Personen sucht, kann dies gerne in meiner Online verfügbaren Datenbank tun.

Dies ist eine private Seite für private Nutzer mit Interesse an der Genealogie und der Region, für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht garantiert werden. Neue Erkenntnisse werden eingepflegt und Hinweise zu Ergänzungen oder Korrekturbedarf werden gerne entgegengenommen!

 

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